Sensorische Integration

Sensorische Integration ist der Prozess im Gehirn, der die Information/die Reize, die wir über unsere Sinne wahrnehmen, verarbeitet und eine entsprechende Reaktion ermöglicht.

Die verschiedenen Reize werden geliefert durch Sehen, Hören, Geschmack, Geruch, Berührung, Bewegung, Schwerkraft bzw. Gleichgewicht und die Position des Körpers im Raum. Man spricht in diesem Zusammenhang auch oft von Teilleistungen.

Eine optimale sensorische Integration, also das gute Zusammenspiel aller Sinneswahrnehmungen bzw. Teilleistungen, ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen und soziales Verhalten.

Um die sensorische Integration des Kindes und damit den Lernerfolg zu verbessern, werden in erster Linie die einzelnen Teilleistungen trainiert und gefördert. Dabei werden spielerisch Lösungswege aufgezeigt. Lerntherapie ist somit auch Hilfe zur Selbsthilfe.

Spielerisch wird abgeklärt, wo Unsicherheiten sind und wodurch Ressourcen gestärkt und gefördert werden können:

  • Was ist das Problem?
  • Wann kann sich das Kind gut konzentrieren, wann nicht?
  • Wie geht das Kind mit dem Problem um?
  • Wer/was fördert den Stress?
  • Was können Familie und Schule beitragen?
  • Welche Veränderungsmöglichkeiten gibt es?
  • Die einzelnen Teilleistungen werden im Detail abgeklärt und festgestellt, wo sich Wahrnehmungsschwächen zeigen
  • Techniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen werden abgefragt und überprüft
Sensorische Integration

Kinder mit Teilleistungsschwächen fühlen sich häufig minderwertig und unverstanden. Daher ist es besonders wichtig, sich in das Kind hineinzudenken und es dort abzuholen, wo es gerade steht. Durch das Nachfragen, was genau das Kind wahrnimmt, wird Verständnis und Interesse signalisiert und gleichzeitig überprüft, ob es den Arbeitsauftrag verstanden hat. Vom jeweiligen Entwicklungsniveau ausgehend werden die Teilleistungen nachtrainiert und Schwächen ausgeglichen.

Jedes Kind arbeitet solange, bis sein Ziel erreicht ist. Dem Kind ist das gar nicht bewusst. Wichtig ist deshalb, das Kind nicht zu überfordern, sondern in seiner eigenen Dynamik zu unterstützen, damit es mit seinen eigenen Ressourcen fähig ist, die Aufgabe zu lösen.

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